Münsterland Giro 2017

Ein letztes Mal in diesem Jahr: RECEDAY! Münster war vor 2 Jahren mein erstes Radrennen. Heute gehe ich zum 3. Mal an den Start. Voller Vorfreude darauf, die 65 km durch Münster zu ballern. Einziger Wermutstropfen, dieses unsäglich frühe aufstehen. Aber was ist denn 4 Uhr in der früh schon für eine Zeit? Immerhin kann ich zwei Stunden auf der Beifahrerseite weiter schlafen :-D Mein schnarchen hält den Fahrer wach... hoffentlich. In Münster angekommen geht es recht fix. Startnummer abholen, Rad präparieren und langsam zum Start rollen. Mein Ziel: Top 10 in der Altersklasse Master 1 und wie immer: kein Sturz und heil ins Ziel kommen. Top 10 meinte hier aber auch nicht, dass es nur 11 in der Altersklasse gibt, heute sind ganze 49 am Start. Zu meiner Überraschung starte ich heute aus Startblock B. Jedes Jahr ein Stückchen weiter nach vorne. Also nächstes Jahr Startblock A?! Vielleicht bringe ich erst einmal heute hinter mich :-D Im Startblock B recht weit vorne eingereiht, stehe ich nun und warte auf den Startschuss. Zum Glück ist nur die Straße nass aber es regnet nicht, was meine schlimmste Befürchtung für heute war. Immerhin ist es noch nicht einmal richtig kalt. Es kann los gehen!

 

Ballern, Ballern, Ballern

 

Und es geht los. Langsam rollen wir der Startlinie entgegen. Sobald das Piepen des Zeitchips ertönt stampfe ich auf die Pedale ein. Zu Beginn langsam? Nicht mit mir. Ich habe nur 65 km Zeit und will meinen 35 km/h schnitt schaffen, da habe ich keine Zeit für langsam. Am Vortag habe ich mir bei gpsies die Strecke und die Steigungen angesehen, habe mir die km notiert, an denen es Bergauf geht, um zu sehen, wo ich meine Körner brauche. Nach 10 Minuten stellte ich fest, dass die "Berge" maximal 30 Höhenmeter beinhalten und die Strecke absolut flach ist. Da brauche ich im Wettkampf nicht einmal Wasser, dass ich unnötig von A nach B schiebe. Das einzige, was mir hier Tempo nehmen wird, sind Kurven und Gegenwind. Ich brettre also los und bemerke nach 20 km, dass ich nicht pausenlos eine Gruppe anführen sollte. Ich versuche auf die nächste Gruppe aufzuschließen und ruhe mich eine Zeit im Windschatten aus. Dieses hinterherrollen stellt sich als ziemlich praktikabel heraus. Ebenso, wie weit vorne zu Starten. Wird es mir zu schnell, kommen immer noch ein paar andere von hinten an, und ihc kann mich zurückfallen lassen. Das Rennen verläuft im Ganzen recht unspektakulär. Mal in der Gruppe eingekesselt, mal auf der Überholspur und stets die Zeit im Blick. Der Gegenwind fordert zum Ende hin einiges an Kraft, selbst in der Gruppe muss ich meinen Lenker gut festhalten um nicht weggeweht zu werden. Wieder ein kurzes dem Nebenmann in den Lenker greifen um sich mal bemerkbar zu machen und schon befinde ich mich auf der Zielgeraden. Ein letztes Mal aus dem Sattel und ins Ziel gesprintet. Das war es.

 

Du süße Off-Season

 

Nun ist sie da, die süße Off-Season. Die Zeit in der es keinerlei Wettkämpfe gibt. Dadurch, dass ich nach wie vor nicht Laufen kann, renne ich noch nicht einmal um die Wette mit anderen. Nein die schöne Zeit für Kaffee und Kuchen und ganz viel Couch und Netflix ist angebrochen. Noch schöner mit dem heutigen Ergebnis lässt sich diese Ruhe gar nicht besser zelebrieren. Ich bin tatsächlich auf platz 10 in meiner Altersklasse gelandet und gesamt auf Platz 51 von 213 Frauen. Das kann sich doch sehen lassen. Und darauf gibt es jetzt: KUCHEN!

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Harry (Donnerstag, 26 Oktober 2017 16:41)

    Herzlichen Glückwunsch zur Top 10