T3 Düseldorf; 4 von 4 in 15

Die Triathlon European Chamionships in Düsseldorf, da dürfen wir nicht fehlen. Weil das Ganze auch T3 heißt, starten wir zu dritt. Steffi aka Speedy, Heike die Wade und ich. Der erste Triathlon in dem wir zu dritt, gemeinsam starten. Der einzige Grund, warum ich mir das nicht entgehen lassen kann. Ok ich mache das eigentlich nur für das Shirt und die Medaille, wo Europameisterschaft draufsteht :-D Heute auch das erste Rennen für Miss Perfect. Canyon hat mir vor ein paar Tagen endlich das neue Traithlonrad geschickt und Little Fail ersetzt. Das Wetter ist heute nach den letzten Tagen zum Glück nicht mehr so heiß. Im Gegenteil, mir ist es sogar ein wenig frisch. Der Wind weht ordentlich und beim Einrichten der Wechselzone habe ich bedenken ob ich mein Rad in diesem ellenlangen Parcours wiederfinde und ob überhaupt noch alles da sein wird oder bereits vom Winde verweht wurde. Ich versuche mir einen Anhaltspunkt zu merken, damit ich mich nicht wieder verlaufe. Mein Rad steht gegenüber vom Dixi, das sollte ich finden :-D

 

Beginnt ja nicht so prall

 

Nachdem die glorreichen Drei, also Speedy, die Wade und ich, mit dem Einrichten fertig sind, schauen wir uns die ersten Starts an. Wir warten auf Oli, der heute seinen ersten Triathlon bestreitet und wollen ihn nach dem Wasser in die Wechselzone brüllen. Oli war so nervös, dass er bei der Anreise seinen Fahrradhelm im Zug hat liegen lassen und sich einen neuen für den Wettkampf leihen musste. Wir schauen uns das Wasser an, in dem wir planschen sollen und sind alle gleichermaßen nicht begeistert. Die 750 Meter sehen ewig weit aus, die Brühe ist extrem dreckig und bei dem Wind, werden wir sicher noch weggeweht. Wir starten um 14:30 Uhr gemeinsam und wackeln langsam zum Schwimmstart. Als wir um 14:15 Uhr dort ankommen, sind unsere Badekappenfarben nicht mehr zu finden. Ein Helfer am Rande erklärt uns, dass unsere Startgruppe bereits an der Reihe sei und wir in der Gruppe danach starten müssen. Fängt ja gut an. Wir starten also mit den Staffelschwimmern. Begeistert bin ich davon nicht. Zumal Staffel ja auch heißt, dass die Schwimmer das alle können. Zur Not halte ich mich einfach an einem Fuß fest und schaue, wie schnell die so mit mir im Schlepptau sind ;-)

 

Zum Glück ein Wasserstart

 

Nachdem ich mich gestern beim Schwimmtraining von meiner kompetentesten Seite gezeigt habe bin ich froh, dass es heute einen Wasserstart gibt und mir die Arschbombe vom Rand sparen kann. Da Speedy, die Wade und ich von ganz außen starten, haben wir sogar noch mehr zu schwimmen. Wir müssen alle vier Bojen umrunden und ohne Drehwurm aus dem Wasser steigen. Ich bin halbwegs zufrieden mit meiner Leistung. Immerhin habe ich mich nicht großartig verschwommen und habe eher Tritte verteilt als eingesteckt. Gerade an den Bojen herrscht ja öfter mal Gliedmaßenkrieg. Schwimmen ist bei uns dreien eher meine Disziplin. Also beeile ich mich um den Vorsprung auf Heike die Wade zu halten. Bis zu meinem Rad habe ich schon den ersten km gelaufen. Der Gegenwind macht es mir nicht leicht. Komischerweise habe ich aber ganz schön Druck auf der Pedale, obwohl ich die ganze Woche in Madrid nicht fahren konnte. Vielleicht auch deswegen. An der Wende brüllt mir schon die Wade entgegen und feuert mich an. Ich sehe Speedy, die vollkommen konzentriert auf die Straße ist. Noch bin ich vorne. Mit einem Schnitt von knapp über 30 km/h komme ich wieder in der Wechselzone an. Die meisten Athleten packen bereits ihre Räder weg. Michael aus unserem Verein, der heute einer der Wettkampfrichter ist, feuert mich an. Die üblichen Wettkampflügen, "gut siehst du aus"; "es ist nicht mehr lang"; "du machst das super". Obwohl wir alle wissen, dass wir aussehen als würden wir gerade mit Anlauf in unser Grab rennen, muntert es trotzdem jedes mal auf und Motiviert ungemein.

 

Wieder dieses Laufen

 

Es geht wieder raus aus der Wechselzone, rein ins Laufvergnügen. Vielleicht für alle anderen. Für mich ist der heutige Lauf wieder eine Qual. Nur 5 km in denen ich panisch versuche nicht von der Wade eingeholt zu werden. Speedy habe ich schon komplett aus meinem Kopf gestrichen, weil sie auf dem Rad schon weiter hinten war. Auf der ersten Wende sehe ich die Wade und bemühe mich, nicht langsamer zu werden. Auf der zweiten Wende sehe ich die Wade noch näher. Was aber viel schlimmer ist: dahinter kommt Speedy angewetzt und überholt die Wade. Noch ein km bis zum Ziel. Ich muss Gas geben, die bekommt mich sonst auch noch. Ich sehe das Ziel und versuche noch einmal Gas zu geben. DAs war haarscharf, wäre das hier eine Olympische Distanz gewesen, die hätten mich beide überrannt. Jedenfalls wissen wir jetzt, dass wir ein tolles Staffelteam ergeben. Natürlich nicht nur, weil wir gemeinsam ohne Ende Spaß haben :-D

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Kommentare: 2
  • #1

    Georg (Mittwoch, 12 Juli 2017 14:58)

    Immer wieder klasse Deine Berichte! Schön zu lesen, toll nachzuerleben! ���

  • #2

    die Dani (Donnerstag, 20 Juli 2017 09:05)

    Danke lieber Georg, ich freue mich über so fleißige Leser :-)