1. nationaler Indoor Triathlon

Mitten in der Off-Season kommt doch noch ein kleiner Hauch von Sommer und Traithlon daher. Durch meine liebste Kollegin, das Röckle hatte ich erfahren, dass es in Bornheim im Actic Fitness, den 1. nationalen Indoor Triathlon geben wird. In der letzten Woche habe ich die Info erhalten, dass ich mit noch weiteren, die meinen angegebenen Zeiten entsprechen in einer Startgruppe sein werde. Die Startgruppe in der auch Caro und Nina sind. Hervorragend, wenn man die Startgruppe kennt, muss man nur ein wenig acht geben, dass es nicht zu locker daher geht und ich nicht ans trödeln gerate :-D Schon das zusammenpacken meiner Tasche war "gewöhnungsbedürftig". Ich habe stets eine Packliste, die ich abarbeite. Heute bin ich diese Liste durchgegangen und anstatt einen Haken, nach dem anderen zu setzen, kam in Gedanken nur "brauch ich nicht". Ich brauche keinen Neoprenanzug, kein Rennrad, kein Helm, keine Radschuhe. Irgendwie schön, wenn man nicht seinen Hausstand wieder in eine Reisetasche stopfen muss. Mit der Tasche im Auto wurde ich auf dem Weg nach Bornheim noch von der Polizei, meinem Freund und Helfer angehalten, die mir kurz den Sinn einer durchgezogenen Linie erklärte. Ich hatte kurz überlegt ob ich ihr, den Sinn meines U-Turn über diese Linie nahelege um abzuwägen, ob hier nicht ein "wichtiger Grund" bestünde. Habe mich dann aber dagegen entschieden. Ich denke nicht, dass es sie sehr interessiert hätte... Also habe ich die Polizei gesponsert und durfte weiter. Ja, auch ich helfe gerne mal der Polizei.. ein geben und nehmen ;-)

 

Bäm, so muss das

 

In Bornheim wurde ich bereits von Caro und Nina und dem Actic Team herzlich begrüßt. Die Freunde von den Mädels machten heute unser Presse Team. Danke Jungs, für die Bilder ;-) Für die erste Disziplin ging es ins Freizeitbad. Nach einem kurzen Einschwimmen und der Absprache in der Gruppe, wie wir schwimmen, konnte es losgehen. Nachdem mir gestern beim Schwimmtraining Dirk immer an den Fersen hing und mich schon fragte, was mit mir sei, ich sei so langsam, gab es heute kein halten mehr. 500 Meter schwimmen, da werde ich einfach alles raushauen. Gesagt getan. Ich pflüge durchs Wasser und versuche alles souverän hinter mich zu bringen. Ich überrunde die Mädels und bin selbst überrascht, wie schnell ich bin. Nach 8:54 Minuten klettre ich aus dem Wasser, setze mich an den Rand und feure die beiden Mädels an, während ich wie ein Fisch an Land nach Luft japse. Ja Dirk, schlag die Zeit beim nächsten Training :-D

 

51,3 km/h auf dem Rad, nur Indoor möglich :-D

 

Weiter geht's. Die Räder werden gerade von den vorherigen Startern frei gemacht und wir nehmen Platz. Jetzt geht es an die 20 km zum runterstrampeln. Ohne jeglichen Wiederstand hopst man auf dem Rad hin und her und merkt jede Schwungmasse. Das interessante bei dem Indoor Triathlon ist, dass man nie weiß, wie weit die Konkurrenz ist. Das macht das Ganze ziemlich spannend. Daher: treten, treten, treten und zwischendurch mal nachhaken, wo man steht. Mit einer sagenhaften Durchschnittsgeschwindigkeit von 51,3 km/h beende ich auch diese Einheit. Und warte auf meine Mitstreiterinnen, um dann gemeinsam auf dem Laufband den letzten Rest an Kraft rauszuhauen.

 

Mal wieder ein Lauf an der Kotz-Grenze

 

Auf dem Laufband, geht es nach einer kurzen Einweisung weiter. Hier stehen allerdings nur km/h Zahlen auf dem Display. Die kenne ich bei mir nicht. Also 10 km/h sind eine 6er Pace. Demnach muss ich schneller laufen. Ganz optimistisch stelle ich das Band auf 12,6 km/h ein, was im Nachhinein gerechnet eine Pace von 4:48 Minuten auf den km ist. Das ist für mich eigentlich viel zu schnell. Ich versuche die Pace zu halten. Ich spinkse auf die Anzeige von Nina neben mir. AHA, die läuft langsamer.. dann bleibe ich dabei. Nach zwei km sehe ich, dass Nina ihr Laufband höher stellt. Hat die sich etwa erst warmgelaufen?!?! Ich muss einbrechen und gehe mit der Geschwindigkeit runter. Nina noch höher. Innerlich gebe ich den Kampf auf und will nur noch, dass ich die 5 km hinter mir habe. Ich schaue nicht mal mehr auf den Bildschirm des Fernsehers um mich abzulenken, weil es zu viel Anstrengung kostet und froh bin, wenn ich einfach nichts sehen muss. Ninas Freund kommt vor das Laufband und schaut auf unsere Geschwindigkeiten, während er ein Stück Paprika mümmelt. Allein der Geruch lässt mich innerlich fluchen "muss das jetzt sein?!??!". Mein Magen rebelliert. Ich starre die km Anzeige an und zähle in Gedanken runter. Da ist sie die magische 5. Ich schreie (ok vielleicht war es auch nur noch ein fiepen) STOP und aus die Maus, 24:42 Minuten, eine Pace von 4:56 Minuten. Viel zu schnell, für mich ohne Training. Ich bin zufrieden und auf dem ersten Platz! Der Indoor Triathlon hat unheimlich viel spaß gemacht. Sehr nettes Team, tolle Atmosphäre und ein Hauch von Wettkampf im Winter. Nächstens Jahr komme ich wieder ;-)

 

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