Winterlaufserie Leverkusen 1. Lauf

Da habe ich mich dieses mal nicht lumpen lassen und mich gleich für die große Laufserie angemeldet. Natürlich nur, weil jetzt jeder Lauf um halb eins Startet und ich somit immer ausschlafen kann :-) Dann quält man sich halt auch mal durch 10 km, 15 km und einen Halbmarathon. Heute steht der 10 km Lauf an. Vollkommen ohne Vorbereitung werde ich das hier heute rocken. Ich hoffe nur, dass mein Fuß das mit macht. Zwei Monate Laufpause seit dem Köln Triathlon und der Diagnose Überlastung sind jetzt bereits vergangen. Zeit zu Testen, was noch geht. Der ewige Rivale Criss Cross ist selbstverständlich auch wieder mit am Start. Laufen ist allerdings seine Parade-Disziplin, hier brauche ich mich erst gar nicht mit ihm batteln. Als Pacemaker hat er sich schon zu beginn des Jahres als vollkommen unwürdig erweisen, weil mein Hase einfach mal davongehoppelt ist. Also verabredet man sich zu Kaffee und Kuchen nach dem Lauf oder versucht den anderen zu umrunden.

 

Immer schön Knallgas nahe der Kotzgrenze

 

Bei schönstem Sonnenschien versammeln wir uns an der Startlinie. Es geht los, ich springe wie so oft an etlichen Leuten wie ein Reh vorbei in die Freiheit. Nach dem ersten km kurzer Blick auf die Uhr 4:45 Minuten. Krass. Ich habe richtig Bock zu Laufen, die Musik auf den Ohren und die Sonne beflügeln mich und ich bemühe mich etwas das Tempo rauszunehmen, damit ich die 10 km durchhalte. Der 2. km, 5:09 Minuten. Ok ist etwas langsamer aber trotzdem noch sehr fix für den ersten Lauf nach so einer langen Pause. Ich beschließe die Uhr außen vor zu lassen und nach Gefühl zu laufen. Wenn ich am Ende bin, werde ich von alleine langsamer. Ich merke schon beim dritten km, dass ich am Ende angekommen bin. Ich wünschte ich könnte es auf meinen Fuß schieben, aber der hält hervorragend. Je schneller ich laufe um so weniger schmerzt er. Das ist also der Kasus Knacksus! Nichts mehr gehen.. rennen! Vielleicht setze ich das mal in den Alltag um, wird sicherlich interessant. So vom Büro in den Meetingraum gerannt mit der Kaffeetasse in der Hand.

 

Zielzeit eine Schnapszahl, darauf sollte ich trinken

 

Nach den ersten 5 km geht es am Getränkestand vorbei und ich muss in Ruhe etwas trinken, mich mit Wasser abzukühlen und das Tempo in der zweiten Runde stark drosseln. Ein Gänsehautschauer überfällt mich, mir wird schlecht und ein etwas schwindelig. Das war definitiv zu schnell und auch vor dem Lauf noch eine ordentliche Stulle zu verdrücken gehörte sicherlich nicht zu den besten Ideen an diesem Tag. Nahe der Kotzgrenze bewege ich mich weiter. Ich muss immer wieder gehen. Andere Läufer versuchen mich zum weiter rennen zu motivieren. Ich setzte immer wieder erneut an und muss wieder abbrechen und gehen. Komischerweise kratzt es dieses mal nicht sonderlich an meinem Ego. Meine Zielzeit von 54:54 finde ich gut. Sieht auch geschrieben schick aus ;-) Ich bin zufrieden. Jetzt weiß ich, wo ich stehe und kann mir ein neues Ziel für die 15 km setzen. Vielleicht kann ich bis dahin mal wieder richtig mit dem Lauftraining beginnen. Aber es ist ja letzten Endes alles nur Spaß :-)

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