Charity Tour Bonn - Wesel- Bonn

Es ist soweit. 340 km von Bonn nach Wesel und zurück stehen an. Der Mechaniker Micha hatte mich auf der Tour nach Trier dazu überredet mit den Worten, "wenn du Trier schaffst ist Wesel, Kindergeburtstag!" Ich habe Trier zwar nicht komplett geschafft aber die 300 wollte ich dennoch nach Wesel fahren. Und weil ich das so gut kann, habe ich gleich noch Kiki und Markus für die Tour begeistern können. Micha ist einen Tag zuvor mit seinem Rennrad gestürzt und liegt im Krankenhaus. Er konnte leider nicht mitfahren. Gute Besserung Micha, freihändig fahren übst du bitte nicht mehr ;-)

Insgesamt waren wir knapp 70 Radfahrer, die sich am Samstagmorgen auf dem Parkplatz versammelten, um gemeinsam für einen guten Zweck, die DKMS, zu fahren.

 

Die Polizei, mein Freund und Helfer

 

Die Stimmung war schon bei der Ankunft hervorragend. Auch bei mir, weil Kiki mich noch nicht mit Schlagermusik im Auto gequält hatte, dafür aber schon verkündete, dass der Selfiestick in der Tasche ist. Angekommen, trällerte Musik aus den Boxen und Helmut, der Mann der alles organisiert hatte, dirigierte die Massen. Tagesrucksack in den einen Sprinter, Gepäck in den anderen. Soweit so gut. Markus unser Sonnenschein am Morgen, einem sehr dunklen Morgen, ok vielleicht so um fünf Uhr Morgens im Winter, war auch schon auf dem Quasselniveau eines drei Tage alten Babys. Er schlief im Stehen und murmelte zwischendurch, dass es für ihn viel zu früh sei. Helmut erklärte derweil den Ablauf. Wir werden von einer Gruppe Motorrädern begleitet, die die Kreuzungen für uns absichern, damit wir als Gruppe über die Straßen kommen und gemeinsam fahren können. Aus Bonn sperrte die Polizei für uns die Straßen. Ja so sind die Herren Gesetzeshüter auch meine Freunde :-D

 

Geisterstädte und Tagebau

 

Wir teilen uns in vier Gruppen ein, in der es je zwei Guides gibt und suchen uns den unverwechselbaren Namen die "Wesel-Esel" für unsere aus. Nach den ersten Gruppenbildern und Kikis "Selfie-Time" rollten wir langsam los, wir rollten durch die Stadt, über rote Ampeln und es herrschte ein reger Gesprächsaustausch unter den Fahrern.  Schon bald die erste "BIO-Pause". Ich glaube die heißt so, weil ca. 70 Teilnehmer die Botanik düngen. Mittlerweile kam auch Markus auf Touren und wechselte so hier und da mal ein Wort :-D Weiter ging es nach Kerpen, wo uns die erste richtige Pause erwartete. Wir kamen an und es tönte wieder Musik aus den Boxen. Helmut am Mikro begrüßte uns und es gab Brötchen, die von der Bäckerei um die Ecke gesponsert waren. Dann wieder ab aufs Rad und durch verlassene Orte, die komplett umgesiedelt wurden, damit der Bagger auch hier spielen kann. Die nächsten Bio-Pause ist dann mitten im Tagebau, wo Kiki vor dem Baggerloch zur Selfie-Time eingeladen hat. Beachtlich, wie viel Wohnraum da einfach mal weggebuddelt wird.

Nach der zweiten Brötchen Pause in Viersen fällt mir auf, dass wir schon bald wieder am Ziel in Wesel sind und ich weder erschlagen von der Fahrt, noch müde bin. Es ist wie ein Spaziergang. In Wesel erwartet uns ein vier Sterne Hotel mit Sauna, Massage und allem schnick schnack. Abends ein hervorragendes Buffet in einer umgebauten Scheune. Unser Scheunenfest ohne Inka Bause oder Bauern. Kiki und ich beziehen ein Suite mit eigenem Wohnzimmer, Küche, Bad, Schlafzimmer und Wintergarten mit Blick auf den Rhein. Zu Hause habe ich weniger Wohnraum und blicke auf den Friedhof... ist halt ein anderes ruhig.

 

Tag zwei mit nur 160 km

 

Nach dem Frühstück mussten wir unsere neue Wohnung wieder räumen und wieder aufs Rad. Mein Hintern tut tatsächlich ein wenig weh, nach den ersten 20 km weiß mein Körper, dass mit mir nicht zu Spaßen ist. Wir rollen Richtung Heimat. Es ist mittlerweile etwas ruhiger in der Gruppe, alle schlafen wohl noch :-D Nach der ersten Brötchenpause, einem warmen Kaffee und ein paar faxen, werde ich auch endlich wieder wach. Ich plane in Gedanken schon meine nächsten sportlichen Highlights, tausche mich mit den wechselnden Fahrern neben mir aus oder gehe meinem zweitem Hobby nach, dem unentwegt Müll reden. In Brühl dann der letzte Brötchenstopp, wo auch unsere Sponsoren auf die Fahrer treffen und die letzten km mit uns gemeinsam fahren. Ziel ist in Bonn der Friedensplatz, wo wir in Empfang genommen werden und auf den Erfolg anstoßen. Es war eine unglaublich gut organisierte, wirklich tolle Fahrt. Helmut ein ganz großes DANKE! Unsere Guides waren super, die Leute nett und 20 000 für die DKMS sind auch zusammen gekommen. Nächstes Jahr definitiv wieder!

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Kommentare: 3
  • #1

    Lars (Dienstag, 20 September 2016 18:25)

    Schöner Bericht! :-)
    VG Lars (einer der Wesel-Esel)

  • #2

    Helmut (Dienstag, 20 September 2016 22:11)

    Hi Daniela,
    toller Bericht, mit jeder Zeile spürt man das es euch richtig Spaß gemacht hat und das freut uns natürlich sehr, lieben Dank fürs Mitfahren an 2 sehr nette, aufgeschlossene und muntere Teilnehmerinnen, über solche Fahrerinnen freut sich jeder Organisator
    LG Helmut

  • #3

    Frank (Mittwoch, 21 September 2016 13:57)

    Toller Bericht. Die Freude und den Spaß kann ich auch nur bestätigen - gerne wieder.