Bergfest: 5 Tage --> 500 km

Tag 3/5 warum mache ich das eigentlich?!

 

Es ist früh. Eigentlich ist sieben Uhr ja fast ausgeschlafen..fast! Ich bin primär müde, dann tritt meine Kaffeemaschinen in den Streik und ich muss mich beeilen, rechtzeitig in Beuel am Start zu sein. Das ist mir jetzt schon zu stressig. Markus hat abgesagt mit "ist mir zu früh". Markus nur für dich: mimimimiiiii :-D Ich komme an, Kathi und Petra froh und munter, stehen bereit zur Abfahrt. Ich drucke noch schnell meine Startnummer aus und lasse mir von der elektronischen Dame entgegenplärren: "Hallo Daniela, hier ist deine Startnummer, viel Spaß!" Jetzt kennt hier jeder meinen Namen. Sei es drum. Immer noch keinen Kaffee aber ein Bild reicher fahren wir los. Bis zur ersten Kontrolle sind es ca. 20 km. Laut Kathi geht es bis dahin nur flach zu. Immerhin etwas und dann geht es mit der Fähre nach Rolandseck und die ersten Berge hoch. 

 

Von wegen entspannt

 

Leider hatte sich Kathi ein klitzebisschen geirrt und es ging sofort den Berg hoch und immer weiter und noch höher und überhaupt. Aber was wir jetzt an Höhenmetern geschafft haben, kann ja nicht noch einmal kommen, also schon aber in der schöneren Art. Bergab. Petra klettert in unserem Trupp gemütlich die Berge hoch und ist stets die Erste, dann kommt Kathi und irgendwann bin ich dran. Bergab genau anders herum. Meine maximale Geschwindigkeit heute lag bei 60 km/h und wurde durch einen Lastwagen ausgebremst. Hätte ich nicht nur eine Trinkflasche dabei, wäre heute eine geopfert worden, für den Herren im LKW, der dachte er wäre schneller als ich. Falsch gedacht! Aber er hat meinen Mittelfinger und meine Stimme bewundern dürfen. Vor der Fähre gab es aber zunächst Futter zu fassen. Kathi und ich habe Buffetfräse gespielt, bis die nächste Fähre da war. Mein neuer Fan aus Aachen kam auch gerade an, als wir auf die Fähre sind. Heute leider kein Foto aber eine herzliche Umarmung.

 

Hunger, hunger, hunger!

 

Nach der Fähre geht es auch schon munter die Berg rauf und runter. Für mich gefühlt mehr rauf als runter, aber das liegt wohl daran, dass ich einfach schlecht gefusselt bin und irgendwie kein Tempo aufkommen will. Bis zur nächsten Kontrolle halten wir uns wacker. Ab da hatten wir eine Gruppe, an die wir uns ran geschlichen haben. Hervorragend. Dieser Windschatten. Totale Entspannung bei 37 km/h. Das waren heute die schnellsten 30 km. Ich quäle mich regelrecht die letzten km bis ins Ziel und will nur nach Hause unter die Dusche und auf die Couch. Gesagt, getan. Tag drei und somit 317 km sind bestritten. Mein Nacken ist alles andere als entspannt und meine Beine stehen dem in nichts nach. Ach ja und ich kann heute nur noch essen. Es folgen noch zwei Tage. Warum mache ich das eigentlich?! Achja, weil ich es kann! :-D

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