Die Saison ist eröffnet

Ich kann heute um 12 Uhr Feierabend machen und loslegen. Das Wetter ist umwerfend gut. 12 Uhr, ich strahle wie die Sonne. Flux nach Hause, umziehen und raus, laufen. Aus zeitlichen Gründen einfach nur ins nächste Feld und da ein paar Runden drehen. Ich habe mir 15 km im Grundlagenausdauer Tempo vorgenommen. Also Training strickt nach Pulsuhr, das hat zur Folge, dass ich wahrscheinlich beim spazieren gehen schneller wäre. Aber es soll ja angeblich helfen. So lange ich nicht davon langsamer werde, ist es ein Versuch wert. Abgesehen davon ist es ziemlich entspannend. Ich watschel durchs Feld und versuche neue Wege aus, schon habe ich mich verlaufen. In dem Dorf in dem ich seit 1989 mit kleinen Unterbrechungen lebe... peinlich. Nur mir nicht :-D So lerne ich meine Umgebung eben noch besser kennen, vor allem auch die Feldwege. Den Weg nach Hause habe ich, zum Leid der dort lebenden, jedes mal gefunden. Heute auch.

 

Triathlon-Romantik

 

Kurze Pause. Ein bisschen Futter fassen, Rad packen und weiter geht es. Ich bin um halb fünf mit meinem Rad-Diktator auf eine 'lockere' Runde verabredet. Die lockere Runde für ihn, wird bei mir sicher wieder eine Tempostrecke werden. Aber tatsächlich war das Tempo ok, er hat sich entweder stark zurück genommen oder ich bin unglaublich gut geworden. Ersteres erscheint mir wahrscheinlicher. Der schönste Anstieg war zur Wahnbachtalsterre hoch. Hier muss es doch einen Triathlon geben. Ich muss das mal recherchieren :-D Am Ende des Tages stehen 102 km auf dem Tacho, so viel sollte es gar nicht werden, aber das Wetter war zu gut und die Beine auch. Das hatte ich lange  nicht mehr, zum Feierabend in den Sonnenuntergang radeln. Das nennt man dann wohl Triathlon-Romantik. Samstag morgen, das dritte mal werde ich jetzt mit Barbara ihre Grundlagenausdauer Runde fahren. Um halb neun geht die Sause los. Nach letzter Woche und dem erheblichen Restalkoholgehalts, kann es heute nur besser werden. Heute sind wir zu dritt. Eva gesellt sich zu uns. Die Ausfahrt entwickelt sich langsam zu einem der schönsten Starts in den Samstag morgen. Kaum zurück, haben wir es schwarz auf weiß. Jede Woche waren wir schneller geworden. Aha geht also doch. Ich muss mich schnell verabschieden, mit meinem klapper Rad zum Doktor und dann noch einen lockeren 10er laufen. Nachdem ich alles hinter mich gebracht habe, beginnt der entspanntere Teil :-) Das Mumford & Sons Konzert. Es war unglaublich toll. Eine wahnsinns Live-Band.

 

Dachser-Duathlon

 

Es war eine kurze Nacht. Wie so oft. Ich habe noch eine Stunde Anfahrtszeit und muss noch meine Tasche packen. Ich freue mich irgendwie auch wenn ich keine Ahnung habe, was mich hier erwartet. Mein erster Duathlon. 5 km laufen, 20 km Rennrad und zum Ende 2,5 km laufen. Liest sich ziemlich easy von den Distanzen her. Ich richte meine Wechselzone ein. Das erste mal in diesem Jahr. Es ist ziemlich kalt und sieht nach Regen aus, trotzdem freue ich mich gerade, dass die Saison endlich los geht. Alles liegt an seinem Platz. Kurz die Wege einprägen, merken wo mein Renner steht und wo ich hinlaufen muss. Es geht los. Die ersten 5 km sind zu bewältigen. Ich merke schon auf den ersten 2 km, dass ich die letzten Tage definitiv nicht faul war. Ich habe noch Luft nach oben aber meine Beine wollen nicht mehr. Die sind einfach mal müde von der Woche. Ich laufe die ersten 5 km in einem 5:19 er Schnitt. Ich bin zufrieden. Jetzt heißt es auf dem Rad 'ausruhen' ach ne ... ich ja nicht. Immer nur die Anderen. Ich quäle mich durch die drei Runden mit dem immer gleichen blöden Anstieg. Nach 44 Minuten habe ich es geschafft und muss mir selbst immer wieder sagen "nur noch eine Runde rennen, dann ist RUHE, den ganzen Tag RUHE" Ich schlüpfe in meine mittlerweile ziemlich durchnässten Schuhe, der Regen macht hier auch kein halt, und trabe los. Es ist wirklich anstrengender, als ich dachte. Allein der erste Wechsel ist schon ein großer Unterschied ob man vorher schwimmen oder laufen war, bevor man aufs Rad steigt. Aber gut, ich wollte es so und bin heil froh, dass ich keinen DTU Startpass und somit nicht an der Deutschen Meisterschaft teilgenommen habe, mit einer längeren Distanz.

 

RTF Mehlem

 

Am Ende renne ich mit einer Zeit von 1:27:09 ins Ziel und bin auf dem 3. Platz in meiner Altersklasse. Zufrieden und vollkommen erledigt lege ich mich auf die Couch und beschließe, diese nur für absolut menschliche Notdürfte zu verlassen. Der Gang zur Toilette oder zum Kühlschrank. Hätte ich Bedienstete, müsste ich nicht selbst zum Kühlschrank...ich werde mir das mal durch den Kopf gehen lassen!

Mit dem Montag kam dann auch mein letzter Trainingstag. Ok, sicherlich nicht der letzte aber der letzte freie Tag an diesem Pfingstwochenende. Es steht die RTF in Mehlem an, die ich mit Kathi und Eva fahren werde. Sobald ich auf dem Sattel sitze, merke ich, dass ich wirklich froh bin, wenn ich mal einen Tag Ruhe habe bzw. morgen mal schwimmen gehe um meine Muskeln etwas zu lockern und meinem Hinterteil etwas ruhe zu gönnen :-D Alles in Allem aber ein tolles Wochenende, mit viel Sonne, Freunden und einem unvergesslichem Konzert.

 

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