Insellauf zur Insel Grafenwerth

Wieder einmal ist es soweit: RACEDAY. Heute keine 10 km und auch keine 5 km ich nehme mir die 15 vor :-) Ziel für mich war eine lockere  5:36 er Pace hinzulegen. In dem Tempo wäre ich gerne im letzten Jahr den Halbmarathon gelaufen. Wenn ich das packe, dann heißt mein Ziel für den diesjährigen Halbmarathon 1:49:00. Aber langsam. Frühstücken, Sachen packen und los fahren. Ich habe Muskelkater. Ich konnte mich am Freitag nicht zurück halten und war doch noch im Fitti Kraft tanken. Beintraining stand im Fokus. Egal, muss ich durch. Vorher noch ein wenig auf der Blackroll rum rollen und dann wird es schon schief gehen. Ich bin da. Startnummer abholen. Meine heutige Glückszahl wird die 492 sein. Ich habe noch eine Stunde Zeit zum vertrödeln, ehe der Start beginnt. Ich versuche die Zeit totzuschlagen. Sitze im Auto, spiele mit dem Handy, höre Musik. Dann schaue ich auf die Uhr "oh Zeit zum einlaufen". Ich gehe wieder ins Stadion und sehe eine riesen Schlange an der Startnummernausgabe "da müssen die sich aber beeilen, wenn die pünktlich starten wollen" so mein Gedanke. Ich laufe mich ein. Eine Runde, zwei Runden, drei Runden... es wird langweilig. Noch 5 Minuten. Es sieht hier gar nicht nach Start aus. Ich frage eine von der Veranstaltung "wird der Start für die 15 km pünktlich sein?", sie antwortet mit einem klaren "JA!" Ok, dann doch nicht nochmal die Porzellanabteilung aufsuchen. Es passiert nichts. Ich sehe Eren, den ich nur bei Laufveranstaltungen sehe:-) Start ist tatsächlich eine halbe Stunde später als gedacht. Dank Eren weiß ich das dann jetzt auch.  Aber nicht weil es unvorhergesehen war, sondern ich zu doof zum lesen bin. Egal. Ich bringe noch Wasser weg und laufe mich wieder ein.

Neue Schuhe im Ernstfall testen

 

Heute kann ich endlich meine neuen Asics Triathlon Schuhe auf Wettkampftauglichkeit testen. Genau die 15 km, die ich in Bonn beim Triathlon laufen muss, kann ich jetzt proben :-) Ich stehe am Start, es geht los. Ich muss mich stark bremsen. ACDC und Menschenmassen die los sprinten reißen mich mit. Ich laufe schon wieder unter 5 Minuten los. Das wird am Ende schmerzen. Ich versuche das Tempo zu regulieren und lasse die Massen an mir vorbei ziehen. Immer im Hinterkopf "am Ende bekomme ich, wenigstens ein paar von euch, eh wieder:-P" Eine Runde im Stadion, dann geht es runter zum Rhein. Das Wetter ist trocken und zum Glück mit 4 Grad auch vollkommen erträglich zum laufen. Meine Beine lockern sich während des Laufens. So macht das doch Spaß. Meine Pace derzeit bei 5:25 Minuten. Zwar immer noch zu schnell, aber ich könnte es auf die Distanz sogar halten. Die Schuhe sind ein Traum. Nicht nur optisch:-) Herrlich leicht und trotzdem nicht zu viel an Einbußen bei der Dämpfung. Mittlerweile bin ich bei km 7 und es geht mir gut. Der Kurs nimmt Lauf auf die Insel Grafenwerth. Die wird einmal komplett überrannt, bevor es dann wieder zurück zum Stadion geht. Im letzten Jahr wütete hier noch ein Schneesturm, heute zum Glück nicht. Da gefällt mir die Strecke doch gleich viel besser.

Rette sich wer kann, sonst renne ich euch um!

 

Kaum sind wir von der Insel wieder runter, kommt ein Getränkestand. Ich reihe mich ein, schnappe mir meinen Becher Wasser und will zur Seite wegtreten um anderen Platz zu machen. Leider habe ich einem Mitstreiter dabei ein Bein gestellt. Er fällt zu Boden. Es ging alles ziemlich schnell, während ich laufe, mich umdrehe und ihm helfen will, denke ich mir noch "hmmm das war es dann mit deiner Zeit, aber nicht helfen ist noch mieser". Ich helfe ihm auf, frage, ob alles in Ordnung sei, er sich verletzt habe und entschuldige mich dabei gefühlte 100 mal. Er schaute etwas verwirrt, stand auf und gab mir zu verstehen, dass er nichts habe. Dann lief er weiter. Ich auch. Aber mit schlechtem Gewissen. Meine Zeit fast vergessen. Trotzdem wage ich nach einem km einen Blick auf die Uhr. "Potzblitz, immer noch in der Zeit...wohow.. 5:29 Minuten". Langsam merke ich, die halbe Stunde des späteren Starts. Ich bekomme hunger. Zweifle ob ich das weiterhin die letzten 5 km in dem Tempo durchhalte. Eine Banane wäre jetzt toll. Gibt aber keine. Und jammern bringt jetzt auch nichts. Musik lauter und weiter rennen, je schneller ich da bin umso früher gibt es was zu essen. Und wenn ich so richtig schnell laufe wird mir vielleicht auch einfach schlecht und das Hungergefühl hat sich von alleine erledigt. Ich sehe die 14 km. Bald hat das hier ein Ende. Das Stadion. Es überholen mich noch eine vierer Gruppe vom PSV Bonn. Die unterhalten sich auch noch. Würde ich ja auch, bin aber alleine hier :-D ACDC zum Zieleinlauf, was ein Timing! Zielzeit 01:21:55 Platz 5 in meiner Altersklasse und Platz 48 Gesamt von 128. Ich bin zufrieden. Schlecht ist mir auch nicht also gibt es eine Banane. So viel Aufwand für nur eine Banane...

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