Wochenende - noch mehr Zeit für Sport

Es ist soweit. 12 Uhr, Feierabend, Wochenende! Immerhin schon drei Grad, plus Sonnenschein, heute. Na wenn das mal kein Wetter ist. Ich beginne das Wochenende zunächst mit einer Krafteinheit. Dann geht es auch schon weiter in die Rheinaue. Freitags laufe ich mit meiner Freundin Katrin die Brückenrunde. Der für mich schönste Start ins Wochenende. Heute sind wir sogar recht fix. Normalerweise war für die 14 km eine Pace von 6:30 angesetzt, übernommen aus den langen Läufen von meinem alten Trainingsplan, mittlerweile sind wir bei 6:07 und tratschen trotzdem ununterbrochen. Nennt man dann wohl Fortschritt oder auch Trainingserfolg :-)

 

Auch drei Grad und Sonne sind KALT!

 

Trotzdem ist es unheimlich kalt. Meine Bauchdecke ist jetzt schockgefrostet. Ich muss auftauen. Das kann man am besten auf der Couch. Gesagt, getan. Mir bleiben noch genau zwei Stunden, bis mich Chris zum Schwimmen einsammelt. So, Zeit ist rum: weiter geht's. Ich plane irgendwas zwischen 1500 und 2000 Meter zu schwimmen. Auf meiner Bahn ist noch ein junger Mann. Prima, da gibt es kein Gerangel. Er schwimmt Brust, ich Kraul. Es sei denn ich bin dabei ihn zu Überholen, dann verfällt er mitten in der Bahn ins kraulen. Es gesellt sich noch ein Herr zu uns auf die Bahn. Ah er krault. Super. Er krault verdammt langsam, nicht so super. Nach 1250 Metern habe ich das Überholen und ewige ankämpfen gegen des Jünglings Ego keine Lust mehr und denke mir still "wenn ich jetzt den Rest Brust schwimme, dann reichen mir auch die 1500 Meter und ich muss nicht ständig beim Überholen auf Gegenverkehr achten". Tja der junge Mann hat doch tatsächlich einen Schwimmstil gefunden, den er noch weniger beherrscht. Rückenkraul. Also werde ich auf meine letzten 250 Meter auch noch von umherfliegenden Armen gejagt. Aber auch das hat ein Ende.

 

 

Neuer Tag, neues Glück.

 

Ich schaue raus. Nasse Straße. Ich nehme mir vor, bis um ein Uhr zu warten und mich dann für oder gegen eine lange Radtour zu entscheiden. In der Zeit geht es Kraft tanken. Die Straße bleibt nass, also hänge ich mich an mein Schwesterlein und ihren Freund zum schwimmen und entscheide mich gegen eine lange Radtour. Ich habe die Bahn für mich alleine: geht doch! :-D Aber nicht lange. Ein Mann mit nur einem Arm kommt zu mir auf die Bahn. Ich warte und bin gespannt, was er schwimmt, ob er schwimmt und wie. Dann bin ich beeindruckt. Schwer beeindruckt. Gute Technik. Dass er nicht schnell ist, kann man ihm wohl schwer verübeln, er hat ja nur die Hälfte an "Material". Er schwimmt Kraul und Rückenkraul. Brust nicht, hätte mich auch stark gewundert. Er hätte dem Jüngling von gestern noch einiges beibringen können. Ich schwimme meine 2000 Meter, merke aber, dass meine Schultern müde vom Vortag sind. Dementsprechend also mehr Brust heute. Reicht mir dann auch, geht ja noch auf die Rolle im Wohnzimmer. Heute schaue ich zur Motivation "I against me", eine tolle Triathlon Doku mit herausragenden Bildern. Ich strample meine 40 km runter und freue mich auf einen ruhigen Abend.

 

Sonntag

 

Weiter geht's. Ich bin müde. Heute stehen vor allem ein 14 km Lauf in der Rheinaue an. Mein Kollege und Gewinner vom Generalanzeiger-Bonn Marathon Wettbewerb sowie Sascha aus der Laufgruppe begleiten mich heute. Ich überlege ob ich noch vorher auf die Rolle gehe und ein wenig locker radle. Ich sitze auf der Rolle und entscheide mich nach nur fünf Minuten dagegen. Ich bin einfach müde und mag nicht. Stattdessen lege ich mich auf die Couch und döse noch eine Stunde vor mich hin. Muss ja auch mal sein. Ich könnte mal eine Runde Kraft tanken gehen. Meine Beine ein wenig auf der Faszienrolle bearbeiten und dann frisch und munter zum Laufen nach Bonn. Zum Glück habe ich einen Splitplan beim Krafttraining, so dass ich nie das gleiche nacheinander trainiere. Heute steht daher der Oberkörper im Fokus, dann haben die Beine noch Ruhe :-)

In der Rheinaue angekommen, wartet schon Patrick auf mich. Der hat sich schon 5 km eingelaufen. Wir warten noch auf Sascha, der auch in die Rheinaue gelaufen kommt und ich die einzige mit dem Auto :-D Wenn ich keinen Sport mache, bin ich der faulste Mensch der Welt. Jetzt ist es raus! Es geht los. Wir laufen. Die Jungs ziehen mich gut mit. Ich merke gar nicht, dass wir noch schneller unterwegs sind, als am Freitag. Die Runde geht schnell zu Ende. Meine Beine sind komischerweise recht locker. Trotzdem werde ich heute nichts mehr machen. Ich baue meine Rolle ab, damit ich nicht auf dumme Gedanken komme. Manchmal hat man das ja :-D

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