Von der Zwangspause bis hin zum teilweisen Scheitern

Gestern Morgen war es also soweit. Der Wecker klingelte um acht, ich machte mich fertig, zum Radeln mit Eva. Strecke war bereits im Kopf abgesteckt, Renner aufgepumpt, gefrühstückt und ich war abflugbereit. Da fängt es doch tatsächlich an zu regnen. Also kurz überlegt, den Wetterbericht angeschaut und den Tag für extrem doof erklärt. Es sollte den ganzen Tag junge Hunde regnen. Ziemlich blöd. Also Kein Rad. Dann eben meinen neuen Brustgurt von Garmin im Wasser testen. Leider hatte am ersten Weihnachtsfeiertag gar kein Schwimmbad auf. Nicht eins. Also auch kein Schwimmen... hmm.. Fitnessstudio! Ah hatte auch zu. Laufen? Nein nicht wirklich, ich war die drei Tage davor laufen und heute stand ja das allseits "beliebte" Intervalltraining auf dem Plan. Also Ruhe, Beine hoch und Kuchen rein. 

Intervall-Lauf oder sterben in Raten

 

Es wurde ziemlich viel Kuchen aber dabei habe ich mir Unmengen von Triathlon Videos von Hawaii etc. angesehen und mir heimlich dabei gedacht, dass bei den Temperaturen, man die Saison doch locker mal ausweiten kann :-)

Heute früh ging es dann los. Zuerst ins Fitnessstudio zum Krafttraining, dann direkt weiter ins Feld um die Ecke zum Intervall-Lauf. Bei herrlichen 15 Grad in der Sonne war dort auch einiges los. Das Wetter hätte ich gestern gerne gehabt. Also erstmal locker 3 km einlaufen, dann 8 mal 400 Meter in 1:55 Minuten und dazwischen je 200 Meter Trabpause. Zum Ende noch locker auf die vollen 10 km Auslaufen. Gesagt am liebsten auch getan. Das Einlaufen war schon nicht sehr locker. Nein um ehrlich zu sein, war es schon von der Zeit her zu sehen, dass etwas nicht gut lief. Nach den 3 km dann der erste Intervall, der war voll in der Zeit. Super nur noch sieben und dann war es das.. der letzte Intervall-Lauf für dieses Jahr. Der zweite, war 3 Sekunden vorbei. Die nächsten beiden auch. Dann verließ mich die Kraft. Ich musste GEHEN! Abartig! Und weiter ging es. Die restlichen vier Intervalle waren eine Mischung aus Sprint, Gehen, Fluchen und wieder zum Sprint ansetzen. Ach und natürlich auslaufen nicht vergessen. Ich habe natürlich Unmengen von  Erklärungen für diesen lachhaften Intervall-Lauf. Der Gegenwind war auf der Strecke richtig stark, der Kuchen lag so schwer im Magen, die Vögel haben so laut gezwitschert, dass ich mich nicht konzentrieren konnte und die ganzen Menschenmassen standen mir natürlich nur im Weg. Nein, ich muss es Einsehen. Für Silvester bleibt mir vielleicht eine neue persönliche Bestzeit zu holen aber keine unter 50 Minuten. Versuche ich mein Glück halt heute beim Schwimmen!

 

Garmin Swim-Brustgurt testen

 

Garmin hat etwas neues. Also muss ich es haben :-) Meine Uhr konnte bisher keine Herzfrequenz im Wasser anzeigen, bzw. messen. Dafür hat Garmin jetzt einen neuen Brustgurt herausgebracht, der die Herzfrequenz im Wasser messen kann. Das war damals der einzige Grund, warum ich ernsthaft über die Polar Multisportuhr nachgedacht hatte. Der Gurt saß gut. Ab ins Wasser. Stört nicht beim Schwimmen. Die Herzfrequenz wird leider nicht direkt im Wasser übertragen, was zur Folge hatte, dass ich zwischendurch wie eine alte Seekuh auf den Rand des Beckens stranden musste, damit der Gurt außerhalb des Wassers die Daten an die Uhr senden kann. Da war sie, die Herzfrequenz. Nach dem Schwimmen dann das Auswerten. Leider gibt es bei Garmin Connect noch kein Diagramm, dass die Herzfrequenz anzeigt .Der Brustgurt den ich habe ist für Chlorwasser geeignet, weshalb ich mich für ihn entschieden habe und nicht für den Multisportgurt, der einfach alles kann, sprich Laufen, Radfahren und Schwimmen. Meiner aber leider nur die Schwimmdaten überträgt. Im Triathlon selbst also unbrauchbar. Den Sensor kann man auch nicht mal eben in der Wechselzone wechseln, so dass man dort alle Daten aufzeichnen könnte. Deshalb gibt es von Garmin noch eine Brustgurt, der alles kann. Laufen, Radfahren und Schwimmen. Klingt perfekt, ist aber leider nur für Freiwasser und nicht für Chlor geeignet. Man kann aber beide neuen Gurte im Bundle kaufen. Ich habe das dann mal für mich als zu viel Spielerei erachtet und begnüge mich mit dem reinen Schwimmgurt und verzichte im Triathlon weiterhin auf Herzdaten beim Schwimmen. Jedenfalls hatte ich heute beim Blick auf meine Schwimmeinheit herausgefunden, dass mein Schwimmtraining zum Teil wenig effektiv ist. Für mein Herzchen her so ein Spazieren gehen, wen man joggen will. Allein diese Erkenntnis ist schon viel Wert. 

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