Den Schweinehund überwinden

Was ein schönes Wetter... NICHT!

Auf dem Plan standen 10 km locker in 60 Minuten. Zu allem Überfluss hatte ich mich auch noch zum Laufen in der Rheinaue mit meinem Lauf-Hombre verabredet. Es sollte um ein Uhr losgehen. Schon zu Hause habe ich mit mir gerungen und mein Gehirn erfand Millionen kleiner glaubwürdiger Ausreden. "du warst gestern schon auf dem Rennrad und Schwimmen, vorgestern schon der Tempolauf" "es regnet, du warst erst krank" "und bist du nicht viel zu müde...vielleicht doch erst ein Mittagsschlaf?" "geht überhaupt irgendwer bei dem Wetter raus außer dir?"... Aber ich habe mich umgezogen und erst mal ins Auto gesetzt...vielleicht hört es ja auf zu regnen, wenn ich erst mal da bin.

Erst mal hinfahren und weiterschauen

 

Und ich fuhr los. Es wurde noch schlimmer mit dem Regen. Was hatte ich ein "Glück". Ich war angekommen, wartete im Auto auf meinen Hombre. Der kam für gewöhnlich mit dem Rad aus Niederkassel. Noch ein Blick aufs Handy, keine Nachricht. "hmmm und wenn der nicht kommt, weil es regnet?" Also wartete ich (ich war wohlgemerkt 10 Minuten zu früh am Treffpunkt). Er kam und kam nicht. Der Regen wurde mehr. Die Motivation war am Boden. "ok, wenn der in fünf Minuten nicht da ist, dann laufe ich alleine... wenn es nicht regnet.. ok ich fahre in fünf Minuten! Vielleicht regnet es zu Hause nicht mehr".

Also doch laufen

 

Da kam er! "Na gut, dann muss ich jetzt wohl doch laufen". Begeisterung sah anders aus. Als wir allerdings losliefen war das ganze schnell vergessen. Wir liefen recht entspannt und quatschten und quatschten und schon waren wir am Wendepunkt und der Hälfte angelangt. Die Zeit verging wie im Flug als wir auch schon wieder am Auto angelangt waren. Alles in Allem war es halb so wild und das Gefühl, wenn man etwas DOCH gemacht hat ist unglaublich!

Also war die erste Hürde für den Tag geschafft. Ich konnte Heim fahren, in Ruhe einen Kaffee trinken, Bewerbung schreiben, Krafttraining und mich mit Menschenmassen in der City beim Geschenke wühlen, rumschlagen.

 

Nachher Bewerbung

 

Zu Hause angekommen also Kaffee und ab vor den PC. Meine Lieblingsschwester hatte mir einen Link geschickt in dem der Generalanzeiger-Bonn einen Startplatz für den Bonn Marathon verlost. Aber das alleine wäre nicht so spektakulär. Es gibt professionelle Trainer, Laufschuhe mit richtiger Beratung und Startplatz und und und... :-D

Ich hatte ja ohnehin mal überlegt irgendwann mal einen zu Laufen. Allerdings kam das dann doch erst 2017 in Frage, weil Bonn ja der halbe anstand und im Herbst, wo die zweite große Marathonwelle losgeht, das Training hierfür im Sommer wäre. Während der Triathlon-Wettkampfphase. Also kam das für mich nicht in Frage. Ich musste meine Chance nutzen und es versuchen. Bewerbung geschrieben, und ab damit. Jetzt heißt es hoffen. Das wäre mal ein Marathondebüt, das sich gewaschen hat!!

Und bis dahin laufe ich heute erst mal meine 18 km am Rhein um mich einzustimmen :-D

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Kommentare: 4
  • #1

    Denis (Donnerstag, 17 Dezember 2015 09:57)

    Ich will auch so einen ehrgeiz haben! Ich falle immer auf die ausreden von meinem gewissen rein. Weiter so

  • #2

    Anna (Donnerstag, 17 Dezember 2015 19:10)

    Das ist meine Dani :)! Super!!!

  • #3

    Tatjana (Freitag, 18 Dezember 2015 17:22)

    Haha du hast doch nur eine Schwester.

  • #4

    Dani (Freitag, 18 Dezember 2015 17:33)

    Aber die ist mir die liebste Schwester, Tatjana ;-)