2. Advent - Sie rennt!

Es war soweit. Nikolaustag oder 2. Lauf der Winterlaufserie in Leverkusen.

Der Wecker klingelte, froh und munter sprang ich aus meinem Bett. Schön wäre es. Ich hatte einen Puls von einem Eichhörnchen, weil ich dachte es wäre Montag morgen und ich hätte total verschlafen. Habe nach drei Minuten Panik "was mache ich denn jetzt" gemerkt, dass wir erst Sonntag haben und ich in Ruhe Frühstücken kann, um mich dann zum Lauf nach Leverkusen zu begeben. Gesagt, getan. Aber als erstes Adventskalender plündern :-)

Ein After Eight Nikolaus ungewollt vegan versüßte mir mein Frühstück. Carboloading geht sicher auch noch unmittelbar vor dem Lauf, da bin ich mir ganz sicher ;-)

So Sachen gepackt und schon ging es nach Leverkusen. Das Wetter war gut. Nicht zu warm, nicht zu kalt.

 

 

Also an die Startlinie brav eingereiht, Schuss und los.

 

Der erste Kilometer lief gut.. im Prinzip liefen die ersten fünf sogar sehr gut. Zu gut. Ich war zu schnell. Aber das macht ja nichts, dann kann man am Ende etwas lockerer laufen, man hat ja schließlich schon auf der ersten Hälfte viel Zeit gut gemacht. Eigentlich wollte ich eh nur meine Zeit vom ersten Lauf verbessern (00:54:53) was ne zeit :-D

 

Eine neue Bestzeit kam an dem Tag für mich nicht in Frage, ich war ja die Woche davor schon neue persönliche Bestzeit gelaufen und wollte es nicht übertreiben. Und schon ging es zur zweiten Runde in den Chempark, wieder die minimale Steigung rauf, die so schrecklich ist. Meine Forerunner 920XT bestätigte mir mit einem dezent erhöhten Puls, hier geht nicht mehr viel an Geschwindigkeit.

 

Angriff!

 

Vor mir zwei Junge Männer, beide lachten noch. Dann ging es die kleine Steigung auch schon wieder runter, denn was man fleißig bergauf läuft darf man irgendwann auch wieder runterknallen! Mit lauter Musik auf den Ohren, genauer gesagt dem Rocky Song schlechthin, habe ich angegriffen. Die beiden Männer hinter mir gelassen und mich innerlich gefreut "haha von einer Frau überholt, jetzt hört ihr auf zu lachen". Das war ein innerer Triumpf. Ich fühlte mich großartig. Jedenfalls  bis die beiden mich wieder überholt haben und ich merkte, dass die lediglich langsamer waren um in ruhe zu trinken und dann schnatternd an mir vorbeizogen.

Ein kurzer Blick auf die Uhr, ich war immer noch gut in der Zeit. Nur noch zwei Kilometer. Also weiter machen. Durchhalten, vielleicht ja doch eine neue Bestzeit? Zum Ende hin auf dem letzten Kilometer gibt es eine minimale letzte Steigung, es ist eigentlich nur ein kleine Rampe, die mir aber den letzten Rest gegeben hat. Mein Herzschlag war jenseits von gut und böse und endlich die Ziellinie. Und noch viel besser: NEUE PERSÖNLICHE BESTZEIT! :-) 

 

Offizielles Ergebnis:

Zeit: 00:52:22

Platz 15 (von 40 Frauen)

Platz 3 in meiner Altersklasse 30 (von 5)


Und stolz wie Bolle!

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